In einem Reifen steckt tatsächlich viel mehr als ein einziges Stück Gummi. Ein Reifen besteht aus bis zu 20 Bauteilen und umfasst in jedem Fall die folgenden Elemente:
Laufstreifen (1)
Profil und Mischung beeinflussen die Haftung auf der Straße.
Laufstreifen-Unterplattte (2)
Verbindet den Laufstreifen mit der Nylonabdeckung.
Microflanco (3)
Verbindet die Lauffläche mit dem Seitenteil.
Nylonabdeckung (2 Lagen, spiralgewickelt) (4)
Sicherheitsbandage für Hochgeschwindigkeitsreifen.
Stahlgürtel (5)
Festigkeitsträger; beeinflusst Fahreigenschaften und Reifenkontur.
Karkasse (aus Rayon oder Polyester) (6)
Festigkeitsträger, konturbestimmend für den Querschnitt.
Seitenteil (7)
Schützt die Karkasse.
Liner (8)
Zur Abdichtung, statt Schlauch.
Wulstschutz (9)
Beeinflusst die Stabilität, Felgenschutz.
Kernreiter (10)
Beeinflusst die Stabilität.
Kabel (Stahldraht) (11)
Sichert den Felgenschutz.
Mischungs-Wulstschutz (12)
Schützt vor Montageschäden.
Kernfahne (Kreuzgewebe aus Kevlar oder Rayon) (13)
Beeinflusst die Stabilität.
Die Reifengröße ist im alten „Fahrzeugschein“ sowie in der neuen „Zulassungsbescheinigung Teil I“ vermerkt. Im alten „Fahrzeugschein“ stehen die zulässigen Reifengrößen unter der Ziffer 20 bis 23. Im Feld 33 (Bemerkungen) stehen oft weitere zulässige Reifengrößen, beziehungsweise bestimmte Einschränkungen dazu. In der neuen „Zulassungsbescheinigung Teil I“ (ausgegeben seit Oktober 2005) ist nur noch eine zulässige Reifengröße vermerkt. Diese steht unter 15.1 bis 15.3. Ungeachtet dessen, sind für die meisten Fahrzeuge mehrere Reifengrößen zulässig. Der Reifenfachhandel kann hierzu meist genaue Angaben machen.
Fahrzeugschein
Verwenden Sie nur Reifen, die für Ihr Fahrzeug zugelassen sind
(Fahrzeugschein Ziffer 20 bis 23). Andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis.
Umrüstungen, die nicht im Fahrzeugschein genannt werden, müssen mit entsprechendem Gutachten (ABE) nachträglich eingetragen werden. Zulassungsbescheinigung Teil I (neu)
Es ist nur eine Reifengröße vermerkt, weitere sind aber zulässig. Ihr Reifenhändler berät Sie kompetent, welche Reifen ihrem Auto passen.
Jeder Reifen ist an der Seitenwand durch den Hersteller mit einer normierten Zahlen- und Buchstabenfolge gekennzeichnet.
Reifenbezeichnungen
Beispiel: 225/55 R 16 95 W
Mehr Sicherheit
Damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können! Moderne Technik macht's möglich. Kontrollierter Luftdruck, mehr Platz im Kofferraum und maximale Sicherheit bei Reifenpannen. Reifen mit Notlaufeigenschaften bieten rundum mehr Sicherheit!
Wichtig
Alle Systeme müssen parallel mit einem Reifendruck-Kontrollsystem betrieben werden. Im Pannenfall sind max. 80 km/h und eine begrenzte Kilometer Laufleistung vorgeschrieben.
RDKS steht für Reifendruckkontrollsystem. Reifendruckkontrollsysteme überwachen den Luftdruck in den Reifen kontinuierlich und warnen den Fahrer bei Anweichungen vom Soll-Wert. Das RDKS ist an der Felge angebracht. Es ist also wichtig, dass der Händler beim Reifenwechsel (speziell dann, wenn keine neue Felge gekauft wird) über das Vorhandensein des RDKS informiert wird.
Nachrüstung
Unterschiedliche Hersteller bieten auch Nachrüstungssysteme - d.h. prinzipiell kann also jedes Auto mit einem Reifendruck-Kontroll-System ausgestattet werden.
Der Winter steht vor der Tür - und damit auch die Umrüstung auf Winterreifen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Winterreifen wissen müssen.
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