Schon beim Reifenkauf gibt es viele Dinge zu beachten, die für den Autofahrer wichtig sind. Vor allem dann, wenn man bei der Auswahl der unterschiedlichen Marken und Profile unsicher ist, empfiehlt sich eine fachmännische Beratung im Reifenfachhandel oder einer Kfz-Werkstatt.
Vor dem Kauf sollte man sich informieren, wie die in Frage kommenden Reifen bei entsprechenden Tests abgeschnitten haben. Von unbekannten Importmarken, die von Zeitschriften oder Automobilclubs nicht getestet wurden bzw. deren Testergebnisse Mängel aufweisen, sollte aus Sicherheitsgründen Abstand genommen werden. Empfehlenswert ist die Beratung beim Fachmann im Reifenhandel – er kennt aktuelle Testergebnisse und weiß, welches Profil zu Fahrer und Fahrzeug passen.
Die Werkstätten vor Ort gewährleisten zudem auch eine umweltgerechte Entsorgung der Altreifen. Wichtig bleibt der Grundsatz: Sparen ja; aber nicht an der Sicherheit!
Den Zustand Ihrer Reifen sollten man regelmäßig, am besten bei jedem zweiten Tankstopp bzw. monatlich, überprüfen:
Luftdruck:
Zu wenig Luftdruck kann Reifenschäden, abnehmende Fahrstabilität, mehr Verschleiß, einen längeren Bremsweg und höheren Kraftstoffverbrauch zur Folge haben. Den vom Hersteller empfohlenen Luftdruck findet man in der Betriebsanleitung des Fahrzeuges und meistens auch am Türholm oder in der Tankklappe. Der Luftdruck sollte immer nur am kalten Reifen überprüft, da sich heiße Luft ausdehnt und so den gemessenen Reifendruck verfälscht. Der Luftdruck sollte immer bis zu 0,2 bar höher als vom Hersteller empfohlen sein. Denn ein leicht erhöhter Luftdruck vermindert den Rollwiderstand, senkt damit den Kraftstoffverbrauch und spart bares Geld.
Profiltiefe:
Die Profiltiefe sollte regelmäßig überprüft werden. Das geht entweder mit einem Profiltiefenmesser oder mit einem Ein-Euro-Stück. Dabei muss der Messingrand zwischen den Profilblöcken verschwinden, sonst hat der Reifen zu wenig Profil.
Reifen sollten nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm abgefahren werden. Sicherheitsexperten sind sich einig: Sommerreifen sollten mindestens 3 mm Profil haben, Winterreifen 4 mm. Warum diese Werte empfohlen werden, wird in der Rubrik Sicherheit erläutert.
Reifenalter:
Maximal zehn Jahre alt sollten Reifen werden. Werden sie schon vorher porös, sollten sie früher aussortiert werden.
Bei Wohnwagen ist der Verschleiß grundsätzlich größer: Wohnwagenreifen sollten bereits ab sechs, spätestens ab acht Jahren ersetzt werden. Denn Reifen von Wohnmobilen, Wohnwagen und Anhängern werden nicht regelmäßig bewegt. Sie werden dauerhaft einseitig belastet, altern daher besonders schnell und neigen zu Rissen. Eine einheitliche gesetzliche Regelung zum Alter von so genannten Standfahrzeugen gibt es aber nicht.
Verkehrssicherheitsexperten empfehlen daher, die Reifen
Achtung: Anhängerreifen von Pkw-Gespannen und anderen mehrspurigen Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen, die eine 100 km/h-Zulassung besitzen, dürfen laut Gesetz maximal sechs Jahre alt sein.
Das Alter eines Reifen erkennt man an der DOT-Nummer (aufgedruckt auf die Reifenflanke). Sie gibt das Produktionsdatum des Reifens an. Alle DOTs nach dem 1.1.2000 sind vierstellig: Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche, die letzten beiden das Produktionsjahr an. Reifen, die in den 90iger Jahren produziert wurden, haben als erstes Symbol ein Dreieck. Die Ziffer nach dem Dreieck gibt das Jahr in den 90iger Jahren an, die zwei letzten Ziffern die Kalenderwoche. Ein Reifen mit der Aufschrift DOT 1908 wurde beispielsweise in der 19. Kalenderwoche 2008 produziert.
Reifenzustand:
Es passiert so schnell: beim Einparken erwischt man den Bordstein ungünstig, auf einer Baustelle fährt man über einen Nagel, im Winter hat man die Reifen falsch gelagert. Es gibt viele Dinge, die Reifen nicht gut tun, die aber unter Umständen unbemerkt bleiben. Deshalb sollten Reifen regelmäßig auf sichtbare Beschädigungen überprüft werden, gegebenenfalls sollte ein Reifenexperten darüber schauen. Veränderte Rollgeräusche können ebenfalls Anzeichen für Schäden am Reifen oder Unwuchten sein. Treten während der Fahrt ungewöhnliche Geräusche auf oder verhält sich der Wagen ungewöhnlich, sollte man nur langsam und vorsichtig weiter fahren und einen Experten um Rat bitten.
Nicht alle Reifenschäden sind äußerlich oder auf den ersten Blick erkennbar. Ein Besuch beim Reifenexperten ist daher in regelmäßigen Abständen empfehlenswert. Vor allem, weil er auch eventuelle Mängel, Einfahrschäden oder Risse fachmännisch einschätzen und reparieren kann.
Fürs Umrüsten sollte eine Werkstatt aufgesucht werden – denn vor jeder Montage sollte man die Reifen wuchten und von einem Fachmann überprüfen lassen.
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