Mit ein paar schlauen Tipps und wenigen Handgriffen kann man den Spritverbrauch verringern und die Umwelt schonen. Mit regelmäßiger Kontrolle und Wartung der Reifen kann man dazu beitragen, umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Darüber hinaus sollte man beim Reifenkauf auf Rollwiderstand und die Vernichtung der Altreifen durch den Händler achten.
Die regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks ist ein wichtiger Aspekt – so kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu 30% gesenkt werden. Alle vier Wochen sollte Luftdruck überprüft werden. Denn zu wenig Luftdruck kann neben höherem Kraftstoffverbrauch auch zu Reifenschäden, abnehmender Fahrstabilität, mehr Verschleiß und einem längeren Bremsweg führen.
Den optimalen Luftdruck findet man in der Betriebsanleitung des Fahrzeuges und meistens auch am Türholm oder in der Tankklappe. Der Luftdruck sollte immer bis zu 0,2 bar höher als vom Hersteller empfohlen sein. Denn ein leicht erhöhter Luftdruck vermindert den Rollwiderstand, senkt damit auch den Kraftstoffverbrauch und spart bares Geld.
Maximal zehn Jahre alt sollten Reifen werden. Werden sie schon vorher porös, sollten sie früher aussortiert und entsorgt werden. Das „Wie“ spielt dabei eine große Rolle – die alten Pneus können nämlich auch nach der jahrelangen Nutzung weiterverarbeitet werden. Dies schont die Umwelt und Rohstoffe wie Rohkautschuk und Energie werden gespart. Alte Reifen werden zum Beispiel runderneuert und wiederverwertet – unbrauchbare Profile werden in der Gummiindustrie für verschiedenste Produkte wie beispielsweise Sportbeläge genutzt.
Altreifen lässt man am besten direkt vom Händler entsorgen. So wird gewährleistet, dass die Reifen vorschriftsmäßig und umweltfreundlich entsorgt werden.
Der Rollwiderstand eines Reifens ist ausschlaggebend für Ihren Spritverbrauch und damit für den Umweltschutz – Untersuchungen belegen, dass jede fünfte Tankfüllung zulasten des Rollwiderstands eines Reifens geht.
Neben Luftwiderstand und Steigungswiderstand hemmt der Rollwiderstand die Bewegung des Fahrzeugs. Er entsteht vor allem durch die Verformung des Reifens dort, wo er Kontakt mit der Fahrbahn hat, also durch das Walken des Gummis in der Aufstandsfläche. Dieser Vorgang schluckt Energie und wirkt bremsend. Je kleiner der Reifenradius, umso größer ist die Formänderungsarbeit. Er steigt also mit zunehmender Belastung, zunehmender Fahrgeschwindigkeit und abnehmendem Reifenluftdruck.
Die Reifenhersteller wirken diesem Effekt gezielt entgegen. Die so genannten Leichtlaufreifen können durchaus mit den herkömmlichen Reifen mithalten. Der Vorteil liegt in dem geringeren Rollwiderstand; damit lassen sich bis zu 8% Kraftstoff sparen. Außerdem sind die Abrollgeräusche der Leichtlaufreifen halb so laut wie die herkömmlicher Reifen.
Tipp: Auch Sie können etwas tun, um den Rollwiderstand und damit Ihren Spritverbrauch zu senken: Achten Sie stets auf den korrekten Luftdruck!
Ein Reifen ist nicht einfach nur rund, sondern ein komplexes Produkt mit bis zu 20 Bauteilen und mehr als zehn verschiedenen Gummimischungen. Die richtigen Rohstoffe und die hochwertige Produktion sorgen für den richtigen Grip und ausreichende Fahrstabilität.
Bei der Auswahl der Rohstoffe und auch beim Fertigungsprozess wird bei namenhaften Herstellern auf Nachhaltigkeit geachtet. Auch wenn nur rund 12% des gesamten CO2-Außstoß eines Reifens bei der Produktion entstehen, werden die Produktionsprozesse weiter optimiert.
Über 80% des CO2-Außstoß entstehen bei der Nutzung des Reifens. Auch Autofahrer können aktiv daran mitwirken die CO2-Emission zu verringern: durch die regelmäßige Luftdrucküberprüfung und Wartung. Außerdem sollte man seine Reifen durch die Werkstatt entsorgen lassen, damit ordnungsgemäß recycelt werden

Ab November 2012 soll es für alle EU-Länder ein einheitliches Reifenlabel geben. Jeder Reifen soll mit einem „Ökolabel“ versehen werden, anhand dessen der Verbraucher den Verbrauch, den Rollwiderstand, die Nasshaftung (Bremsweg) und das Reifenrollgeräusch ablesen kann. Ähnlich der Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten soll die Reifenqualität hinsichtlich der untersuchten Punkte dargestellt werden. Das endgültige Erscheinungsbild des Labels steht allerdings noch nicht fest. Für Reifenkäufer bedeutet das: Der objektive Vergleich verschiedener Reifen in Hinblick auf Umwelt-Aspekte wird erleichtert, aber insbesondere auch der in Hinblick auf Sicherheitsaspekte, wie Nasshaftung, die keinesfalls zu Lasten der Umwelt-Aspekte zu vernachlässigen sind.

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